Die Phasen des Haarausfalls

Unabhängig von einer genaueren Diagnose des Haarausfalls kann man häufig schon anhand einer groben Betrachtung des Haarzustandes erkennen, inwieweit der Haarausfall fortgeschritten ist. Um ein objektives Maß zu erhalten, existieren einige Einteilungen der verschiedenen Haarzustände. Beim Mann verwendet man häufig die Hamilton-Norwood-Skala, bei Frauen wird eher das Ludwig-Schema verwendet.

Das Hamilton-Norwood-Schema ist ein Maß für die verschiedenen Stufen des androgenetischen Haarausfalls vor allem beim Mann Es wurde 1951 von Hamilton entwickelt und von Norwood 1975 modifiziert. Insgesamt umfasst das Schema sieben Stufen der Glatzenbildung, die in etwa 80 Prozent der von androgenetischem Haarausfall Betroffenen genauso ereilt. Damit ermöglicht die Modellierung der einzelnen Phasen des Haarausfalls nach Hamilton/Norwood eine standardisierte Dokumentation des Haarausfalls.

Die Phasen des Hamilton-Norwood-Schema:

Stufe I: Kein oder sehr geringes Rückweichen des Haaransatzes

Stufe II: Haarausfall frontal und in Richtung Hinterkopf. Ausbildung von Geheimratsecken, geht nicht über eine zwei Zentimeter vor den äußeren Gehörgängen gedachten Verbindungslinie hinaus.

Stufe III: Geheimratsecken reichen in Richtung Hinterkopf über die vor den Gehörgängen gedachte Verbindungslinie hinaus. Mindestniveau für Kahlheit.

Stufe IV: in Stirn- und Scheitelregion sind ineinander übergegangen, zu den Seiten strebende Ausbreitung der haarlosen Areale

StufeV: Zonen des ausgeprägten Haarausfalles frontal und auf dem Scheitel werden nur noch durch eine schmale Zone der Behaarung voneinander getrennt, das Haar an Schläfe und Hinterkopf nimmt „Hufeisenform“ an (auch Typ VI und VII)

Stufe VI: Gebiete des Haarausfalles in Stirn- und Scheitelregion sind ineinander übergegangen, zu den Seiten strebende Ausbreitung der haarlosen Areale

Stufe VII: Vom ursprünglichen Haarwuchs verbleibt nur ein schmales Band, welches sich von den Ohren um den Hinterkopf herum zieht

Ein alternatives Bestimmungssystem wurde von dem Hamilton-Norwood-Schema abgeleitet und 1977 von Ludwig veröffentlicht. Da es eher den diffusen Haarausfall beschreibt, der sich vom Scheitel her über den Kopf ausbreitet, ist dieses Schema eher für den Fall des Haarausfalls bei der Frau geeignet. Auf Männer die einen entsprechenden Verlauf des Haarausfalls haben (immerhin ein Fünftel der von Haarausfall betroffenen Männer) ist es natürlich ebenso anwendbar.

 

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