Stationen meines Kampfes gegen Haarausfall

Seit nunmehr über 13 Jahren kämpfe ich gegen meinen Haarausfall an. Zu Beginn nicht so intensiv und ein wenig naiver als zum Ende. Aber das ist wohl eine ganz normale Lernkurve, die viele durchleben. Hier ein grober Überblick über die Stationen:

1997-2001: Der Haarausfall nimmt Formen an. Im Spiegel ist das unvermeidliche zu erkennen. Freunde und Bekannte bemerken es und lassen schon mal einen Spruch fallen. In dieser Zeit lassen sich die zunehmenden Geheimratsecken noch recht gut durch eine entsprechende Frisur kaschieren, dennoch ist der Haarausfall für jeden sichtbar. Der Druck und die psychische Belastung ist allerdings noch nicht so groß.

2002: Selbstmedikation mit Haarwasser aus dem Reformhaus. Immer nach dem Duschen ein paar Minuten einmassiert. Ergebnis nach mehren Monaten negativ.

2002/2003: Ich nehme Biotin und Zink in hoher Dosierung. Der Haarausfall schreitet aber weiter voran.

2003/2004: Zusätzlich verwende ich jetzt ein spezielles Shampoo und eine Flüssigkeit in Ampullen (aus der Apotheke) die ich nach jeder Haarwäsche auftragen soll. Beide Produkte von einem namenhaften französischem Kosmetik-Konzern. Beide Produkte bringen bei mir trotz hoher Investitionen nach über 6 Monaten leider keinen Erfolg. Auch die Einnahme von Biotin und Zink führt nicht zu einem Stoppen des Haarausfalls. Ich setzte die Produkte ab.

2004/2005: Ich suche Hautärzte auf. Der letzte Strohhalm, wie ich dachte. Eigentlich zu spät, aber meine Scheu war riesengroß. Ich schämte mich selbst vor einem Arzt. Diese verschrieben mir unisono chemische Präparate. Eine Homöopathin hörte sich meine Sorgen an, wie beim Therapeuten. Bekam Globuli, ohne Erfolg. Nach einigem Zögern bestellte ich mir in der Apotheke Propecia (Wirkstoff: Finasterid, 1mg). Nicht billig und ein Leben lang täglich zu nehmen, aber ein Versuch war’s wert.

2005: Die ersten Nebenwirkungen durch die Einnahme von Propecia treten auf. Ich habe ständig trockene Augen. Im Laufe des Jahres treten zunehmend Potenzprobleme auf. Meine Lust sowie die Erektionsfähigkeit nehmen ab. Der Haarausfall schreitet unvermindert voran. Weil sich der Erfolg angeblich erst nach ca. einem Jahr einstellen soll, nehme ich das Medikament weiter.

Anfang 2006: Ich setzte Propecia ab. Der Haarausfall wurde bei mir nicht gestoppt. Aber noch Schlimmer sind die Nebenwirkungen auf mein Sexualleben. Dann lieber Glatze, als ein Leben ohne erfüllten Sex.

Mitte 2006: Ein Arzt macht mich auf natürliche Aminosäuren und deren positive Wirkung auf die menschlichen Stoffwechselprozesse aufmerksam. Interessanterweise ist der Arzt kein Haarspezialist. Dennoch rät er mir, zusätzlich zur Nahrung Aminosäuren zu mir zu nehmen. Vor allem die Aminosäuren L-Arginin und L-Glutamin spielen eine entscheidende Rolle im Haarzyklus. Nach einiger Suche finde ich ein entsprechendes Produkt mit der richtigen Zusammensetzung von entsprechender Qualität.
 
Ende 2006: Mein Haarausfall verlangsamt sich, was ich an der Zahl der Haare zwischen Fingern und im Abfluss erkennen kann. Ich schreibe das der Einnahme der natürlichen Aminosäuren zu, da ich meine Lebensweise sonst nicht umgestellt habe. 

Mitte/Ende 2007: Seit Monaten fallen deutlich unter 80 Haare pro Tag aus. D.h. Der Haarausfall ist stabilisiert oder mit anderen Worten gestoppt. Es wachsen also etwa gleich viele Haare nach wie ausfallen. Mein Gesamtzustand verbessert sich. Ich habe mehr Energie, bin konzentrierter und kann besser Schlafen. Neben den geringeren Sorgen wohl auch eine Folge der natürlichen Aminosäuren.

2008: Bin weiterhin überglücklich, den Haarausfall in den Griff bekommen zu haben. Nehme jetzt nur noch 2x1 Kapsel pro Tag, weil ich die positiven Nebeneffekte zu schätzen gelernt habe. Denke, aber, dass der Haarausfall auch ohne weitere Einnahme ausbleibt.

2010: Der Status meiner Haare ist unverändert gut. Nur Schade, dass ich nicht eher mit der Einnahme der Aminosäuren angefangen habe, dann hätte ich mehr Haare retten können. Aber besser so als eine Glatze.

 

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